1. Bestandsaufnahme: Was kostet Sie der aktuelle Kredit?
Bevor Sie wechseln, müssen Sie Ihre Zahlen kennen. Schauen Sie in Ihren aktuellen Kreditvertrag:
- Restschuld: Wie viel Geld schulden Sie der Bank noch genau?
- Effektiver Jahreszins: Wie hoch ist die aktuelle Verzinsung?
- Vorfälligkeitsentschädigung: Verlangt Ihre Bank eine Gebühr, wenn Sie vorzeitig abzahlen? (Gesetzlich gedeckelt auf maximal 1% der Restschuld, bei weniger als 12 Monaten Restlaufzeit nur 0,5%).
2. Den Markt vergleichen
Verlassen Sie sich nicht nur auf Ihre Hausbank. Nutzen Sie Vergleichsportale, um aktuelle Zinsen zu prüfen.
- Ziel: Der neue Zinssatz muss inklusive aller Gebühren (und der Vorfälligkeitsentschädigung) niedriger sein als der alte.
- Tipp: Achten Sie auf Kredite mit kostenlosen Sondertilgungen, damit Sie in Zukunft noch flexibler sind.
3. Die „Umschuldung“ richtig angeben
Wenn Sie den neuen Kredit beantragen, geben Sie als Verwendungszweck unbedingt “Umschuldung” oder “Ausgleich von Dispo/Kredit” an.
- Der Vorteil: Die Bank weiß dann, dass Ihre bestehende Last verschwindet und nicht etwa ein zusätzlicher Berg Schulden aufgebaut wird. Das verbessert Ihre Kreditwürdigkeit (Bonität) enorm.
4. Den Wechsel vollziehen
Sobald der neue Kredit bewilligt wurde, haben Sie zwei Möglichkeiten:
- Ablöseservice: Viele Banken übernehmen den Papierkram und lösen den alten Kredit direkt für Sie ab. Das ist der bequemste Weg.
- Manuelle Ablösung: Sie lassen sich das Geld auszahlen und überweisen die Restschuld selbst an die alte Bank. Fordern Sie danach unbedingt eine Löschungsbestätigung an.
Wann lohnt sich eine Umschuldung besonders?
| Situation | Warum umschulden? |
| Teurer Dispokredit | Dispozinsen liegen oft bei 10-14%, Ratenkredite sind meist deutlich günstiger. |
| Mehrere Kleinkredite | Bündeln Sie alles zu einer Rate. Das schafft Übersicht und spart Gebühren. |
| Gesunkene Marktzinsen | Wenn das allgemeine Zinsniveau seit Ihrem Vertragsabschluss deutlich gefallen ist. |
Wichtiger Hinweis: Rechnen Sie genau nach. Eine Umschuldung ist nur dann sinnvoll, wenn die Zinsersparnis höher ist als die Vorfälligkeitsentschädigung der alten Bank.
Hier sind zusätzliche Abschnitte, die Sie in Ihren Text einbauen können, um ihn tiefergehender und hilfreicher zu gestalten. Diese Ergänzungen decken wichtige Aspekte wie die Bonität und psychologische Vorteile ab.
Der strategische Vorteil: Bonität verbessern
Eine Umschuldung ist nicht nur eine Frage der Zinsen, sondern auch der Struktur. Wenn Sie mehrere kleine Kredite (z. B. für das Auto, die neue Küche und den Dispo) zu einem einzigen Konsolidierungskredit zusammenfassen, hat dies positive Auswirkungen auf Ihr Schufa-Scoring. Viele parallele Kleinkredite werden von Auskunfteien oft kritischer bewertet als ein einzelner, strukturierter Ratenkredit. Sie wirken dadurch finanziell organisierter und zuverlässiger.
Den Dispokredit als „Zinsfalle“ eliminieren
Besonders beim Überziehen des Girokontos (Dispokredit) verlieren viele Verbraucher unnötig Geld. Da die Zinsen hier oft im zweistelligen Bereich liegen, ist eine Umschuldung in einen klassischen Ratenkredit fast immer ein Gewinngeschäft. Selbst wenn der neue Kredit nur wenige Prozentpunkte günstiger ist, halbiert dies bei den hohen Dispo-Sätzen oft die monatlichen Zinskosten.
Die psychologische Entlastung
Finanzieller Stress entsteht oft durch Unübersichtlichkeit. Wenn jeden Monat verschiedene Beträge zu unterschiedlichen Terminen von Ihrem Konto abgebucht werden, verlieren Sie leicht den Überblick. Ein einziger Termin mit einer festen Rate schafft mentalen Freiraum. Sie wissen genau, wann Sie schuldenfrei sind, und können Ihr restliches Budget für den Monat präziser planen.
Checkliste für den reibungslosen Wechsel
Um den Prozess zu beschleunigen, sollten Sie folgende Dokumente bereithalten:
- Die letzten drei Gehaltsnachweise.
- Den aktuellen Kontoauszug (für den Nachweis des Geldeingangs).
- Den Ablösesatz der alten Bank (einfach kurz dort anrufen und erfragen).
- Ggf. die Ausweispapiere für das Video-Ident-Verfahren.

