HomeUncategorizedStaatliche Unterstützung für Ihr Zuhause: Die Top 5 KfW-Förderprogramme zur Modernisierung

Staatliche Unterstützung für Ihr Zuhause: Die Top 5 KfW-Förderprogramme zur Modernisierung

1. KfW 261: Sanieren zum Effizienzhaus (Komplettsanierung)

Dies ist das “Flaggschiff” für alle, die eine Immobilie umfassend energetisch aufwerten. Statt nur einzelne Teile zu tauschen, wird das ganze Haus auf einen Effizienzhaus-Standard gebracht.

  • Förderung: Kredit bis zu 150.000 € pro Wohneinheit.
  • Vorteil: Sie erhalten einen Tilgungszuschuss (Geld, das Sie nicht zurückzahlen müssen) von 5 % bis zu 45 % (maximal 67.500 €), je nach erreichtem Standard.
  • Besonderheit: Zusätzliche Boni gibt es für Sanierungen von besonders schlechten Gebäuden (WPB-Bonus) oder die Nutzung serieller Sanierung.

2. KfW 458: Heizungsförderung (Zuschuss)

Wenn Sie nur die Heizung austauschen (z. B. gegen eine Wärmepumpe), ist dies das aktuell attraktivste Programm. Es wird direkt als Zuschuss ausgezahlt.

  • Förderung: Bis zu 70 % der Kosten werden übernommen.
  • Maximalbetrag: Bei einem Einfamilienhaus sind die förderfähigen Kosten auf 30.000 € gedeckelt – der maximale Zuschuss beträgt also 21.000 € (zzgl. eventueller Boni wie dem Emissionsminderungszuschlag von 2.500 €).
  • Boni: Es gibt eine Grundförderung (30 %), einen Einkommens-Bonus (30 %) und einen Geschwindigkeits-Bonus (20 % für schnellen Umstieg).

3. KfW 358/359: Ergänzungskredit (für Einzelmaßnahmen)

Dieser Kredit ist die perfekte Ergänzung, wenn Sie bereits eine Zusage für einen Zuschuss (z. B. vom BAFA für neue Fenster oder von der KfW 458 für die Heizung) haben, aber den Restbetrag finanzieren müssen.

  • Förderung: Kredit bis zu 120.000 € pro Wohneinheit.
  • Vorteil: Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen unter 90.000 € erhalten eine Zinsvergünstigung (oft deutlich unter Marktzins).
  • Voraussetzung: Nur in Kombination mit einer Zuschusszusage der BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude) möglich.

4. KfW 159: Altersgerecht Umbauen

Hier geht es nicht um Energie, sondern um Komfort und Sicherheit. Gefördert werden Barriereabbau (z. B. bodengleiche Duschen, Schwellenentfernung) und Einbruchschutz.

  • Förderung: Kredit bis zu 50.000 € pro Wohneinheit.
  • Vorteil: Unabhängig vom Alter nutzbar. Die Zinsen sind oft günstiger als bei normalen Modernisierungskrediten der Hausbank.
  • Alternative: Wer keinen Kredit will, kann den Zuschuss 455-B (Barrierereduzierung) nutzen (sofern die Fördermittel im Haushalt aktuell verfügbar sind).

5. KfW 270: Erneuerbare Energien – Standard

Dieses Programm ist der Klassiker für die Finanzierung von Photovoltaik-Anlagen (PV), Batteriespeichern oder Solarthermie.

  • Förderung: Kredit für bis zu 100 % der Investitionskosten.
  • Vorteil: Lange Laufzeiten (bis 30 Jahre) und tilgungsfreie Anlaufjahre sind möglich.
  • Besonderheit: Hier gibt es keinen Tilgungszuschuss, aber der Kredit deckt auch die Errichtung, Erweiterung und den Erwerb gebrauchter Anlagen ab, sofern diese ein Leistungs-Upgrade erhalten.

Wichtige Tipps für Ihren Antrag:

  • Zuerst beantragen: Fast alle KfW-Förderungen müssen beantragt werden, bevor Sie Handwerker beauftragen oder mit dem Bau beginnen.
  • Energieeffizienz-Experte: Für die Programme 261 und die meisten Einzelmaßnahmen ist die Einbindung eines zertifizierten Energieberaters Pflicht.
  • Hausbank-Prinzip: Kredite (wie 261, 159, 270) beantragen Sie über Ihre normale Bank. Zuschüsse (wie 458) direkt über das KfW-Portal.
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