Die Evolution des Internets
| Phase | Zeitraum | Fokus | Motto |
| Web 1.0 | 1990er – 2004 | Statische Seiten, Portale, E-Mails | “Read” (Lesen) |
| Web 2.0 | 2004 – heute | Social Media, Interaktion, Cloud | “Read-Write” (Lesen & Schreiben) |
| Web 3.0 | Die Zukunft | Dezentralisierung, Blockchain, KI | “Read-Write-Own” (Besitzen) |
Was ist Web3 genau?
Im Web 2.0 (dem heutigen Internet) liegt die Macht bei wenigen großen Konzernen (Big Tech). Diese Unternehmen besitzen die Server, auf denen deine Daten liegen, und sie entscheiden, was du sehen darfst.
Web3 ändert das Spiel: Es basiert auf der Blockchain-Technologie. Daten werden nicht mehr auf einem zentralen Server gespeichert, sondern sind über ein riesiges Netzwerk von Computern verteilt.
Warum wird Web3 das Internet verändern?
Es gibt vier Hauptgründe, warum Web3 als so bedeutend gilt:
- Eigener Besitz (Ownership): Im Web3 gehören deine Daten dir. Wenn du digitale Güter kaufst (z. B. in einem Spiel oder als Kunst/NFT), gehören sie dir wirklich, unabhängig von der Plattform. Du kannst sie mitnehmen, verkaufen oder tauschen.
- Dezentralisierung: Es gibt keine “Zentrale”. Das bedeutet, es ist fast unmöglich, das Web3 abzuschalten oder zu zensieren. Anwendungen (genannt dApps) laufen auf einem Netzwerk von tausenden Computern gleichzeitig.
- Kein Mittelsmann nötig (Trustless): Willst du heute Geld überweisen, brauchst du eine Bank. Willst du eine Nachricht senden, brauchst du WhatsApp. Im Web3 ermöglichen Smart Contracts (automatisierte Verträge) direkte Transaktionen zwischen Personen – sicher und ohne Gebühren für Vermittler.
- Ein Login für alles: Anstatt für jede Website ein neues Passwort zu erstellen (das dann bei Facebook oder Google liegt), nutzt du eine Krypto-Wallet. Sie ist dein digitaler Ausweis, mit dem du dich überall einloggst, ohne deine privaten Daten preiszugeben.
Fazit
Web3 ist das Versprechen eines faireren Internets, in dem der Nutzer nicht mehr das “Produkt” der Werbeindustrie ist, sondern ein gleichberechtigter Teilhaber. Es steckt zwar noch in den Kinderschuhen (ähnlich wie das Internet 1995), aber die Bausteine für eine digitale Welt ohne Überwachungskonzerne werden gerade gelegt.
Hier sind weitere entscheidende Aspekte, die zeigen, wie tiefgreifend das Web3 unseren digitalen Alltag verändern wird:
- Interoperabilität zwischen Welten: Im Web3 sind digitale Besitztümer nicht mehr an eine einzelne App gebunden; ein Gegenstand, den du in einem Spiel kaufst, könnte theoretisch als Kleidung für deinen Avatar in einer völlig anderen sozialen Plattform genutzt werden.
- Zensurresistenz: Da Informationen auf einer Blockchain gespeichert werden, können Inhalte nicht einfach von einer zentralen Instanz gelöscht oder manipuliert werden, was die Meinungsfreiheit in digital instabilen Regionen schützt.
- Neue Monetarisierung für Schöpfer: Künstler und Musiker können durch “Programmable Royalties” (programmierbare Lizenzgebühren) sicherstellen, dass sie bei jedem Weiterverkauf ihrer Werke automatisch einen Anteil erhalten, ohne auf Agenturen angewiesen zu sein.
