Wie funktioniert die “Geldanlage auf Autopilot”?
Der Prozess ist bei fast allen Anbietern identisch und in vier Schritten erledigt:
- Risiko-Check: Sie beantworten Fragen zu Ihren Finanzen, Zielen und Ihrer Risikobereitschaft.
- Strategie-Vorschlag: Der Algorithmus erstellt ein Portfolio (meist ein Mix aus Aktien- und Anleihen-ETFs).
- Automatisierung: Der Robo kauft die Wertpapiere und kümmert sich um das Rebalancing (die automatische Wiederherstellung der ursprünglichen Risikoverteilung).
- Überwachung: Die Software passt das Depot bei Marktschwankungen oder Strategieänderungen laufend an.
Die besten Anbieter 2025 (Test-Highlights)
Basierend auf aktuellen Vergleichen (u.a. von Finanzfluss, Börse Online und Brokervergleich) haben sich folgende Anbieter als besonders stark erwiesen:
| Anbieter | Besonderheit | Fazit aus Tests |
| Quirion | Sehr günstig, Testsieger bei Stiftung Warentest (Finanztest) | Top für Einsteiger; bietet oft ein kostenloses Basiskonto an. |
| Scalable Capital | Marktführer, große Auswahl an Strategien (z.B. ESG, ZinsInvest) | Sehr professionelle App und breite Auswahl an Risikostufen. |
| Growney | Einfache Bedienung, mehrfache Auszeichnungen für Service | Besonders transparent und benutzerfreundlich. |
| Oskar | Spezialisiert auf Familien und Kinder | Einfacher Sparplan für den Nachwuchs; sehr gute Rendite-Werte. |
| Whitebox | Fokus auf “Value”-Strategien und aktives Risikomanagement | Häufiger Testsieger im Bereich “Echtgeld-Performance”. |
Kosten: Was kostet der Komfort?
Ein Robo-Advisor ist teurer als ein selbstverwaltetes Depot, aber deutlich günstiger als ein klassischer Bankberater. Die Kosten setzen sich meist so zusammen:
- Servicegebühr: Ca. 0,35 % bis 0,85 % pro Jahr (für die Verwaltung).
- Produktkosten (TER): Ca. 0,15 % bis 0,25 % pro Jahr (für die ETFs selbst).
- Gesamtkosten: Ein guter Anbieter sollte insgesamt unter 1,0 % p.a. liegen.
Vor- und Nachteile auf einen Blick
✅ Vorteile
- Zeitersparnis: Kein Einlesen in komplexe Finanzmärkte nötig.
- Disziplin: Der Algorithmus handelt emotionslos – kein Panikverkauf bei fallenden Kursen.
- Professionalität: Automatisches Rebalancing hält das Risiko konstant.
- Einstiegshürde: Oft schon ab 1 € (z.B. Quirion) oder 20 € Sparrate möglich.
❌ Nachteile
- Höhere Kosten: Im Vergleich zum “Do-it-yourself” (DIY) mit ETFs zahlt man eine Zusatzgebühr.
- Wenig Flexibilität: Man kann meist keine einzelnen Aktien oder Lieblings-ETFs hinzufügen.
- Keine Wunder: Ein Robo-Advisor schützt nicht vor allgemeinen Marktschwankungen oder Verlusten.
Wichtiger Hinweis zur Sicherheit: Ihr Geld ist bei einem Robo-Advisor als Sondervermögen geschützt. Selbst wenn der Anbieter pleitegeht, gehört das Depot weiterhin Ihnen und ist vor dem Zugriff von Gläubigern sicher.

