🚀 Die Chancen: Warum P2P attraktiv ist
- Überdurchschnittliche Renditen: Während Tagesgeldkonten oft nur moderate Zinsen bieten, sind bei P2P-Plattformen Renditen zwischen 7 % und 12 % p.a. (pro Jahr) realistisch.
- Monatlicher Cashflow: Viele Kredite werden monatlich getilgt. Das bedeutet, du erhältst regelmäßig Zinsen und Rückzahlungen, die du entweder entnehmen oder durch den Zinseszinseffekt direkt reinvestieren kannst.
- Geringe Einstiegshürden: Bei den meisten Anbietern kannst du bereits ab 10 € oder 50 € investieren. Das macht es einfach, die Anlageklasse mit kleinen Beträgen zu testen.
- Automatisierung: Dank “Auto-Invest”-Funktionen musst du die Kredite nicht händisch auswählen. Du legst deine Kriterien (Laufzeit, Zinssatz, Risiko) fest, und der Algorithmus erledigt den Rest.
⚠️ Die Risiken: Was man nicht unterschätzen darf
- Kreditausfallrisiko: Der Kreditnehmer kann zahlungsunfähig werden. Selbst wenn eine Plattform eine “Rückkaufgarantie” (Buyback) anbietet, ist diese nur so viel wert wie das Versprechen des Anbieters oder des Kreditvermittlers dahinter.
- Plattformrisiko: Die P2P-Plattform selbst könnte pleitegehen oder Opfer von Betrug werden. In der Vergangenheit gab es Fälle, in denen Plattformen (vor allem aus dem Baltikum) plötzlich vom Markt verschwanden.
- Mangelnde Liquidität: Anders als Aktien kannst du P2P-Kredite nicht per Mausklick sofort verkaufen. Dein Kapital ist oft für die Laufzeit des Kredits gebunden, es sei denn, es gibt einen funktionierenden Zweitmarkt.
- Währungsrisiko: Wenn du in Kredite investierst, die nicht in Euro vergeben werden (z. B. in Kasachstan oder Polen), schwankt dein Gewinn mit dem Wechselkurs.
💡 Strategien zur Risikominimierung
- Diversifikation ist Pflicht: Investiere niemals dein ganzes Geld in einen einzigen Kredit. Verteile dein Kapital auf hunderte kleine Kredite (“Stückelung”).
- Mehrere Plattformen nutzen: Nutze 3 bis 4 verschiedene Plattformen, um das Plattformrisiko zu streuen. Bekannte Anbieter sind z.B. Mintos, Bondora oder EstateGuru.
- Skin in the Game: Achte darauf, dass die Kreditvermittler selbst einen Teil des Kredits halten. Das stellt sicher, dass sie ein Interesse an einer guten Bonitätsprüfung haben.
- Notgroschen sichern: P2P-Kredite gehören zum spekulativen Teil des Portfolios. Investiere hier nur Geld, auf das du im Notfall nicht sofort angewiesen bist.
Fazit: Lohnt es sich?
P2P-Kredite sind ein exzellentes Werkzeug für den Vermögensaufbau, wenn man die Risiken versteht und aktiv managt. Sie sind jedoch kein Ersatz für ein sicheres Sparkonto, sondern eher eine Beimischung für ein renditeorientiertes Depot.
