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Junior-Depot Vergleich: So bauen Sie das Vermögen für Ihr Kind auf, ohne Fehler zu machen

Was genau ist ein Junior-Depot? Ganz einfach erklärt.

Stellen Sie sich ein Junior-Depot wie einen digitalen Safe vor, der auf den Namen Ihres Kindes lautet. Als Eltern verwalten Sie diesen Safe treuhänderisch, bis das Kind 18 Jahre alt wird. Der Inhalt dieses Safes besteht jedoch nicht aus Bargeld, das an Wert verliert, sondern aus Anteilen an Weltunternehmen.

Über einen Sparplan fließen jeden Monat beispielsweise 25, 50 oder 100 Euro in einen breit gestreuten Indexfonds (ETF). Das Geld arbeitet rund um die Uhr. Während Ihr Kind schläft, lernt oder spielt, wächst das Vermögen. Es ist eine stille Kraft, die über die Jahre eine enorme Dynamik entwickelt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum perfekten Depot-Start

Folgen Sie diesen Schritten akribisch. Speichern Sie sich diesen Abschnitt, denn er ist Ihr Fahrplan für die nächsten Jahre.

1. Die richtige Bank wählen Suchen Sie nach Brokern, die kostenlose Depotführung für Minderjährige anbieten. Achten Sie besonders auf die Gebühren für ETF-Sparpläne. Viele deutsche Online-Banken bieten diese mittlerweile für 0 Euro an.

2. Steueridentifikationsnummer bereithalten Jedes Kind bekommt kurz nach der Geburt eine Steuer-ID per Post. Diese benötigen Sie zwingend für die Eröffnung. Ohne diese Nummer geht in Deutschland gar nichts.

3. Geburtsurkunde und Ausweise Sie müssen nachweisen, dass Sie die sorgeberechtigten Eltern sind. Ein Foto der Geburtsurkunde und die Ausweise beider Elternteile sind Standard. Bei Alleinerziehenden ist oft ein Nachweis über das alleinige Sorgerecht nötig.

4. Den passenden ETF auswählen Wählen Sie einen weltweit gestreuten ETF (z.B. auf den MSCI World). Verzichten Sie auf komplizierte Wetten oder Modethemen. Kontinuität schlägt hier jede kurzfristige Strategie.

5. Freistellungsauftrag einrichten Das ist der wichtigste Schritt für die Rendite. Jedes Kind hat einen eigenen Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro pro Jahr. Zusätzlich gibt es den Grundfreibetrag. Das bedeutet: Gewinne sind bis zu einer hohen Summe komplett steuerfrei.

Praxisbeispiele aus Deutschland

Schauen wir uns zwei Familien an, die unterschiedliche Wege gehen.

Familie Müller spart klassisch 50 Euro pro Monat auf einem Tagesgeldkonto bei der örtlichen Sparkasse. Nach 18 Jahren haben sie bei minimalen Zinsen etwa 10.800 Euro angespart. Durch die Inflation ist die Kaufkraft dieses Geldes jedoch gesunken.

Familie Schmidt eröffnet ein Junior-Depot und investiert die 50 Euro monatlich in einen Welt-ETF. Bei einer durchschnittlichen Marktrendite von 7 Prozent pro Jahr stehen nach 18 Jahren rund 21.000 Euro auf dem Konto.

Der Unterschied ist gewaltig. Es ist das Geld, das über das erste Auto oder das Auslandssemester entscheidet. Viele Leser kommen genau hierher zurück, um sich diese Zahlen vor Augen zu führen, wenn sie an ihrer Strategie zweifeln.

Die häufigsten Fehler beim Junior-Depot

  • Das Depot läuft auf die Eltern: Wenn das Geld auf Ihren Namen angelegt wird, nutzen Sie nicht den Steuerfreibetrag des Kindes. Zudem zählt das Vermögen im Ernstfall (z.B. bei Pfändung oder Erbschaft) zu Ihrem Besitz.
  • Zu spät anfangen: Jeder Monat, den Sie warten, kostet Sie am Ende Tausende Euro an Zinseszins.
  • Angst vor Schwankungen: Die Börse geht hoch und runter. Das ist normal. Bei einem Zeitraum von 18 Jahren spielen kurzfristige Krisen keine Rolle. Bleiben Sie ruhig.
  • Zu hohe Gebühren: Teure Fonds von Hausbanken fressen die Rendite auf. Setzen Sie auf kostengünstige ETFs.

Der langfristige finanzielle Einfluss: Eine lebensverändernde Summe

Stellen wir uns vor, Sie erhöhen den Betrag auf das volle Kindergeld (derzeit 250 Euro). Wenn Sie dies konsequent 18 Jahre lang in ein Junior-Depot einzahlen, könnte Ihr Kind zum 18. Geburtstag mit einem Vermögen von über 100.000 Euro ins Leben starten.

Das ist kein Marketing-Gag, das ist Mathematik. Dieses Startkapital ermöglicht eine Freiheit, die wir uns als Eltern oft hart erarbeiten mussten. Es ist das Fundament für ein Leben ohne finanzielle Sorgen.

Was Sie heute tun sollten

Warten Sie nicht auf das nächste Neujahr oder den nächsten Geburtstag. Gehen Sie heute online, vergleichen Sie zwei oder drei große deutsche Broker und laden Sie die App herunter. Die Identifizierung per Video-Ident dauert keine zehn Minuten.

Machen Sie den ersten Schritt. Auch wenn es erst einmal nur 25 Euro im Monat sind. Die Geste zählt, und die Zeit ist Ihr stärkster Verbündeter.

Teilen Sie diesen Artikel mit Menschen, denen finanzielle Sicherheit wichtig ist. Wir müssen in Deutschland eine neue Kultur des Sparens schaffen – weg vom Sparbuch, hin zum investierten Vermögen.

Fazit: Ihre Verantwortung, ihre Zukunft

Ein Junior-Depot ist mehr als nur ein Finanzprodukt. Es ist ein Versprechen. Es ist das Versprechen an Ihr Kind, dass Sie alles getan haben, um ihm den bestmöglichen Start zu ermöglichen. Es erfordert Disziplin, aber die Belohnung ist die Dankbarkeit Ihres Kindes in der Zukunft.

Seien Sie der Architekt dieser Zukunft. Fangen Sie jetzt an.


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

1. Was passiert, wenn das Kind 18 wird? Das Depot geht rechtlich komplett in den Besitz des Kindes über. Es kann dann frei über das Geld verfügen. Es ist daher wichtig, dem Kind frühzeitig einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld beizubringen.

2. Kann ich das Geld zwischendurch abheben? Rechtlich gesehen gehört das Geld im Junior-Depot dem Kind. Entnahmen durch die Eltern sind nur zulässig, wenn sie dem Wohl des Kindes dienen (z.B. Ausbildungskosten). Es ist kein Notgroschen für die Eltern.

3. Beeinflusst das Depot das BAföG? Ja, ein hohes Vermögen auf den Namen des Kindes kann den Anspruch auf BAföG mindern oder ausschließen. Aktuell liegt die Freigrenze bei 15.000 Euro für unter 30-Jährige. Wer jedoch 50.000 Euro im Depot hat, braucht oft ohnehin kein BAföG mehr.

4. Muss ich Steuern zahlen, wenn ich umschichte? Solange die Gewinne innerhalb des jährlichen Grundfreibetrags und des Sparer-Pauschbetrags liegen, fallen keine Steuern an. Das macht das Junior-Depot steuerlich so attraktiv.

5. Was ist, wenn die Kurse bei Volljährigkeit gerade im Keller sind? Niemand zwingt das Kind, das Depot mit 18 aufzulösen. Es kann die Anteile einfach weiterhalten und den Sparplan mit eigenem Geld fortführen. Das ist oft die klügste Entscheidung.

6. Können auch Großeltern einzahlen? Ja, das ist sogar sehr empfehlenswert. Großeltern können einen Dauerauftrag auf das Verrechnungskonto des Junior-Depots einrichten. So wächst das Erbe sinnvoll an, statt auf einem Sparbuch zu verstauben.

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