🏗️ So funktioniert Crowdinvesting
Anstatt ein ganzes Haus zu kaufen, leihst du einem Projektentwickler (z. B. für einen Neubau oder eine Sanierung) einen Teil des Kapitals. Viele Anleger werfen ihr Geld in einen „Topf“, bis die benötigte Summe für das Projekt erreicht ist.
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Mindestanlage: Bei vielen Anbietern (z. B. Exporo oder Zinsbaustein) liegt die Hürde oft bei genau 500 €. Es gibt aber auch Plattformen wie Bergfürst, die bereits ab 10 € starten.
- Rendite: Aktuell liegen die Zinsen meist zwischen 4 % und 8 % pro Jahr.
- Laufzeit: Dein Geld ist meist für 12 bis 36 Monate gebunden.
- Auszahlung: In der Regel erhältst du dein Kapital plus Zinsen am Ende der Laufzeit zurück.
⚖️ Chancen vs. Risiken
Wie bei jeder Geldanlage gibt es auch hier eine Kehrseite der Medaille.
| Vorteile (Chancen) | Nachteile (Risiken) |
| Geringe Hürde: Einstieg ohne Bankkredit möglich. | Totalverlustrisiko: Wenn der Bauträger pleitegeht, kann dein Geld weg sein. |
| Passives Einkommen: Du musst dich nicht um Mieter oder Reparaturen kümmern. | Nachrangdarlehen: Im Insolvenzfall werden erst Banken bedient, dann du. |
| Diversifikation: Du kannst 500 € auf zwei Projekte à 250 € verteilen. | Keine Liquidität: Du kommst vor Ende der Laufzeit meist nicht an dein Geld. |
🛠️ Schritt-für-Schritt zum ersten Investment
- Plattform wählen: Bekannte deutsche Anbieter sind z. B. Exporo, Zinsbaustein, Bergfürst oder Dagobertinvest.
- Projekt prüfen: Lies das “VIB” (Vermögensanlagen-Informationsblatt). Wer ist der Entwickler? Wo steht das Gebäude? Wie ist die Marktlage vor Ort?
- Investieren: Registrierung und Überweisung dauern meist nur wenige Minuten.
- Warten & Überwachen: Über das Dashboard der Plattform wirst du über den Baufortschritt informiert.
💡 Mein Tipp für den Start
Setze niemals deine gesamten 500 € auf eine einzige Karte. Wenn eine Plattform Mindestinvestments von 100 € oder 250 € anbietet, ist es klüger, die 500 € auf zwei bis drei verschiedene Projekte (z. B. verschiedene Städte oder Entwickler) zu verteilen. So minimierst du das Risiko, falls ein Projekt in Schieflage gerät.

