Warum dieses Thema heute in Deutschland über Ihre Zukunft entscheidet
Deutschland ist das Land der Sparbuch-Liebhaber und Lebensversicherungs-Fans. Doch die Welt hat sich geändert. Die Inflation frisst das Ersparte auf, und die gesetzliche Rente ist kaum mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein.
In einer Zeit, in der jeder Euro zählt, können wir es uns schlicht nicht mehr leisten, schlechte Ratschläge zu kaufen. Die Kostenunterschiede zwischen einer provisionsbasierten Beratung und einer echten Honorarberatung summieren sich über die Jahrzehnte oft auf sechsstellige Beträge.
Speichern Sie sich diesen Abschnitt. Es geht hier nicht um Kleingeld. Es geht um Ihre Freiheit, Ihren Ruhestand und die Sicherheit Ihrer Familie.
Die einfache Wahrheit: Wer bezahlt, schafft an
Stellen Sie sich vor, Sie gehen zum Arzt, weil Sie Knieschmerzen haben. Der Arzt untersucht Sie nicht wirklich, sondern verschreibt Ihnen sofort eine ganz bestimmte Marke von Schmerzmitteln. Später erfahren Sie: Der Arzt wird von genau diesem Pharmaunternehmen bezahlt – und zwar nur dann, wenn er deren Pillen verkauft.
Würden Sie diesem Arzt vertrauen? Wahrscheinlich nicht.
Genau das ist jedoch der Alltag in der deutschen Finanzwelt.
- Der Provisionsberater: Er ist meistens kein Berater, sondern ein Vermittler. Er bekommt Geld von der Versicherung oder der Bank, deren Produkt er Ihnen verkauft. Sein Einkommen hängt direkt davon ab, welches Produkt Sie unterschreiben.
- Der Honorarberater: Er wird direkt von Ihnen bezahlt. Wie ein Steuerberater oder ein Rechtsanwalt. Sein Ziel ist es, Ihnen die beste Lösung zu präsentieren, denn er bekommt keine versteckten Gelder von Dritten.
Ihr Schritt-für-Schritt-Guide zur richtigen Entscheidung
Viele Leser kommen genau hierher zurück, um sicherzustellen, dass sie bei ihrem nächsten Termin die richtigen Fragen stellen. Gehen Sie diese Punkte methodisch durch:
1. Den Status klären
Fragen Sie direkt beim ersten Telefonat: „Sind Sie als Versicherungsvertreter, Versicherungsmakler oder als Honorar-Finanzanlagenberater im Register der IHK eingetragen?“ Ein Makler ist zwar rechtlich auf Ihrer Seite, lebt aber oft dennoch von Provisionen. Nur der echte Honorarberater darf keine Provisionen annehmen.
2. Das Kostenmodell offenlegen lassen
Ein guter Berater schämt sich nicht für seinen Preis. Fragen Sie: „Was verdienen Sie insgesamt an diesem Abschluss – inklusive aller laufenden Vergütungen über die nächsten 10 Jahre?“ Wenn die Antwort schwammig ausfällt, sollten Sie gehen.
3. Nettopolice vs. Bruttopolice
Verlangen Sie nach einer „Nettopolice“. Das sind Produkte ohne eingerechnete Provisionen. Diese sind für normale Bankberater oft gar nicht verfügbar, bieten Ihnen aber von Tag eins an eine höhere Rendite, da Ihr Geld investiert wird, statt in die Taschen des Vermittlers zu fließen.
4. Die „Kickback“-Frage
Fragen Sie nach Bestandspflegeprovisionen (Kickbacks). Honorarberater erstatten diese Provisionen oft an den Kunden zurück oder wählen direkt Fonds aus, die solche Kosten gar nicht erst enthalten.
Deutschland-spezifische Beispiele: Die Falle der Rentenversicherung
Nehmen wir ein klassisches Beispiel aus München oder Hamburg. Ein 30-jähriger Angestellter möchte 300 Euro monatlich für die Rente sparen.
Szenario A (Provisionswelt): Er unterschreibt eine klassische fondsgebundene Rentenversicherung. Von seinen 300 Euro fließen in den ersten fünf Jahren oft massive Summen in die Abschlusskosten. Zudem fallen jährlich hohe Verwaltungskosten an. Nach 35 Jahren hat er eine Rendite, die durch die Kosten um etwa 1,5 % bis 2 % pro Jahr gedrückt wurde.
Szenario B (Honorarwelt): Er zahlt dem Berater einmalig ein Honorar (z.B. 1.500 Euro). Dafür bekommt er Zugang zu einem kostengünstigen ETF-Depot oder einer Nettopolice. Die laufenden Kosten sind minimal.
Das Ergebnis: Über 35 Jahre macht der Unterschied oft über 100.000 Euro aus. Das ist der Preis für ein schönes Haus am Stadtrand oder die Weltreise, von der Sie immer geträumt haben.
Teilen Sie diesen Artikel mit Menschen, denen finanzielle Sicherheit wichtig ist. Viele wissen gar nicht, dass sie diese Wahl überhaupt haben.
Die häufigsten Fehler: Fallen, die Sie vermeiden müssen
- „Die Beratung ist kostenlos“: Nichts im Leben ist kostenlos. Wenn Sie nichts bezahlen, sind Sie nicht der Kunde – Sie sind das Produkt.
- Sympathie über Kompetenz stellen: Nur weil der Berater nett ist und Ihren Lieblingsverein unterstützt, bedeutet das nicht, dass er Ihnen das beste Produkt verkauft.
- Zu spät wechseln: Viele Menschen denken: „Jetzt habe ich schon fünf Jahre eingezahlt, jetzt lohnt es sich nicht mehr.“ Das ist der sogenannte Sunk Cost Fallacy. Rechnen Sie nach. Oft ist ein Ende mit Schrecken besser als ein Schrecken ohne Ende.
Der langfristige finanzielle Einschlag
Finanzielle Freiheit ist kein Sprint, es ist ein Marathon. Und bei einem Marathon zählen die Gramm an Ihren Schuhen. Hohe Gebühren sind wie Bleigewichte an Ihren Beinen.
Ein Honorarberater hilft Ihnen, diese Gewichte abzuwerfen. Durch wissenschaftlich fundierte Anlagestrategien und den Verzicht auf teure aktive Fonds sichern Sie sich den Zinseszinseffekt in seiner reinsten Form.
$Endkapital = Kapital \cdot (1 + Zinssatz)^{Zeit}$
Schon eine Differenz von 1 % bei den Kosten verändert das Ergebnis nach 30 Jahren dramatisch.
Was Sie ab heute tun sollten
- Bestandsaufnahme: Holen Sie Ihre alten Versicherungsordner raus. Suchen Sie nach dem Begriff „Abschluss- und Vertriebskosten“.
- Vergleich: Suchen Sie online nach einem registrierten Honorarberater in Ihrer Nähe (oder per Videoberatung).
- Kündigungscheck: Prüfen Sie, ob sich ein Wechsel in ein Honorarmodell lohnt. Meistens ist die Antwort: Ja.
Fazit: Seien Sie der Regisseur Ihres Geldes
Sie haben hart für Ihr Geld gearbeitet. Lassen Sie nicht zu, dass jemand anderes durch Ihre Unwissenheit reich wird. In Deutschland haben wir das Glück, dass die Honorarberatung wächst. Nutzen Sie diese Chance.
Seien Sie mutig. Stellen Sie die unangenehmen Fragen. Es ist Ihr Leben, Ihre Rente und Ihre Freiheit. Sie verdienen eine Beratung, die so ehrlich ist wie Ihre Arbeit.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
1. Ist ein Honorarberater nicht viel teurer am Anfang?
Ja, Sie müssen das Honorar direkt bezahlen. Aber betrachten Sie es als Investition. Die Provisionen bei herkömmlichen Produkten werden versteckt von Ihrem Sparguthaben abgezogen – oft über Jahre hinweg und in Summe deutlich höher als jedes Honorar.
2. Wo finde ich echte Honorarberater?
Achten Sie auf das Register der IHK. Echte Honorarberater sind im Register nach § 34h GewO (Finanzanlagen) oder § 34i GewO (Immobiliendarlehen) eingetragen.
3. Lohnt sich Honorarberatung auch bei kleinen Summen?
Absolut. Gerade bei langen Laufzeiten fressen Gebühren auch kleine Sparraten gnadenlos auf. Viele Honorarberater bieten auch Pauschalpakete für Einsteiger an.
4. Kann ich meine alten Verträge auf Honorartarife umstellen?
Oft ist das möglich, indem man den alten Vertrag beitragsfrei stellt oder kündigt und in eine Nettopolice wechselt. Ein Fachmann sollte dies individuell berechnen.
5. Warum machen das nicht alle so?
Weil die Lobby der großen Versicherer und Banken in Deutschland extrem stark ist. Das Provisionssystem ist für die Konzerne eine Gelddruckmaschine. Die Veränderung beginnt bei Ihnen.
