1. Wie funktioniert das Prinzip?
Stellen Sie sich vor, Ihre aktuelle Zinsbindung endet erst in drei Jahren. Sie befürchten aber, dass die Zinsen bis dahin deutlich steigen werden. Mit einem Forward-Darlehen unterschreiben Sie heute einen Vertrag für einen Kredit, der erst in 36 Monaten ausgezahlt wird.
- Zinsfixierung: Der Zinssatz wird am Tag des Vertragsabschlusses festgeschrieben.
- Wartezeit (Forward-Periode): In der Zeit bis zum Ablauf Ihres alten Kredits zahlen Sie weder Zinsen noch Tilgung an die neue Bank.
- Auszahlung: Erst wenn Ihr alter Kredit ausläuft, löst das Forward-Darlehen diesen ab. Ab dann beginnt die normale Ratenzahlung.
2. Was kostet der “Zins-Schutz”?
Die Bank lässt sich das Risiko, dass die Zinsen steigen könnten, bezahlen. Dieser Preis wird als Forward-Aufschlag bezeichnet.
- Die Faustformel: Pro Monat Vorlaufzeit erhebt die Bank einen kleinen Aufschlag auf den aktuellen Marktzins (oft ca. 0,01 % bis 0,02 % pro Monat).
- Beispiel: Bei 36 Monaten Vorlauf und einem Aufschlag von 0,01 % pro Monat würde Ihr Zinssatz um 0,36 Prozentpunkte höher liegen als der aktuelle Tageszins.
3. Wann lohnt sich die “Zinswette”?
Ob das Forward-Darlehen ein Erfolg ist, entscheidet sich erst am Tag der Auszahlung:
- Gewinn: Die Marktzinsen sind in der Zwischenzeit stärker gestiegen als Ihr gezahlter Aufschlag. Sie sparen über die Jahre tausende Euro.
- Verlust: Die Zinsen sind stabil geblieben oder sogar gesunken. Sie müssen das Forward-Darlehen trotzdem zum teureren, vereinbarten Satz abnehmen (Abnahmeverpflichtung). Ein Rücktritt ist meist nur gegen eine hohe Nichtabnahmeentschädigung möglich.
Vor- und Nachteile auf einen Blick
| Vorteil | Nachteil |
| Planungssicherheit: Sie wissen heute schon, wie hoch Ihre Rate in 5 Jahren ist. | Zinsaufschlag: Der Kredit ist teurer als ein sofort beginnendes Darlehen. |
| Schutz vor Zinsanstieg: Ideal, wenn die Zinsen am Markt nach oben klettern. | Bindung: Sinkende Marktzinsen können nicht mehr genutzt werden. |
| Keine Bereitstellungszinsen: Während der Wartezeit fallen keine Kosten an. | Abnahmepflicht: Der Vertrag ist bindend, auch wenn die Immobilie verkauft wird. |
Fazit für 2025
Da die Zinsen aktuell (Stand Ende 2025) eher seitwärts tendieren oder leicht schwanken, ist ein Forward-Darlehen vor allem für Sicherheitsbewusste interessant. Wenn Ihre Zinsbindung in den nächsten 12 bis 36 Monaten ausläuft, bietet es eine solide Basis, um das Risiko einer plötzlichen Zinswende auszuschließen.
Vor- und Nachteile auf einen Blick
| Vorteil | Nachteil |
| Planungssicherheit: Sie wissen heute schon, wie hoch Ihre Rate in 5 Jahren ist. | Zinsaufschlag: Der Kredit ist teurer als ein sofort beginnendes Darlehen. |
| Schutz vor Zinsanstieg: Ideal, wenn die Zinsen am Markt nach oben klettern. | Bindung: Sinkende Marktzinsen können nicht mehr genutzt werden. |
| Keine Bereitstellungszinsen: Während der Wartezeit fallen keine Kosten an. | Abnahmepflicht: Der Vertrag ist bindend, auch wenn die Immobilie verkauft wird. |
| Vergleichszeit: Sie können in Ruhe Angebote prüfen, ohne Zeitdruck zum Ende der Zinsbindung. | Bonitätsprüfung: Die Bank prüft Ihre Finanzen heute für einen Kredit in der Zukunft. |
Fazit für 2025
Da die Zinsen aktuell eher seitwärts tendieren oder leicht schwanken, ist ein Forward-Darlehen vor allem für Sicherheitsbewusste interessant. Wenn Ihre Zinsbindung in den nächsten 12 bis 36 Monaten ausläuft, bietet es eine solide Basis, um das Risiko einer plötzlichen Zinswende auszuschließen. Es verwandelt eine unsichere Zukunft in eine kalkulierbare feste Größe.
